gruppe tag » Blog Archiv » Bau der Gott-Fried-Maschine


Ab Juni 2016 wird es eine neue Website geben.  Wir werden unter dieser Adresse erreichbar sein:

gruppe-tag.de

Dort gibt es dann die Möglichkeit mit der Gott-Fried-Maschine zu chatten. Sie wird gebaut um die Frage nach der Theodizee zu beantworten.

Am 24.6. um 16 Uhr  zur Nacht der Wissenschaften wird die Gott-Fried-Maschine gestartet. Unser Bot gottfried78 beginnt dann seine Reise durch das Internet. Zur Premiere am 14.11.2016 im Neuen Schauspiel wird er zurückkehren, um auch die letzten offenen Fragen zur Theodizee zu beantworten.

zum Stück Gott-Fried-Maschine

Leibniz versetzte das Cartesische
„Ich denke, also bin ich“ in den
Begriff der „Monade“ – ein unteilbares
Einzelnes mit vielfältiger Qualität,
das allen Dingen zugrunde liegt.
Geboren war so ein Individuum, das in
seiner spontanen Tätigkeit das gesamte
Universum perspektivisch spiegelte.
Einen Begriff von Gesellschaft kannte
Leibniz nicht. Stattdessen wollte
er die Sprache reinigen und unsere
Begriffe auf ewig geltende Wahrheiten
zurückführen. Die Sprache sollte zur
gut geölten Maschine werden, der Mensch
ein kybernetischer Automat. Doch
das Rad der Geschichte rotierte so
unerbittlich wie die Leibnizsche
Rechenmaschine. Und wo steht das
radikal freie Subjekt heute? Ist
„Freiheit“ nicht eine Chimäre
angesichts einer Gesellschaft, für
die das Individuum nicht mehr
„systemrelevant“ ist? In einem
Bühnenessay spürt die gruppe tag der
Idee der Monade bis ins Leipzig 2016
nach, wo der postmoderne Mensch
eine Vielzahl möglicher Welten
gleichzeitig durchläuft und die
Fenster der Menschmonade nach allen
Seiten offen stehen.



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