Gruppe TAG


Wir alle sind mit der zunehmenden Fragmentierung des Arbeitsmarktes, die sich unter dem Eindruck der digitalen Revolution in ungeheuerlicher Geschwindigkeit vollzieht, konfrontiert. Für immer mehr Menschen ist die Aufeinanderfolge oder Gleichzeitigkeit verschiedener prekärer Arbeitsformen, ob nun als selbstausbeutender Freiberufler, lückenbüßender Leiharbeiter, schlafloser Scheinselbständiger oder gleich im Maßnahmevollzug des Jobcenters, normal geworden. Dieser Entwicklung hat die rot-grüne Bundesregierung im Jahre 2000 nicht entgegengewirkt, sondern durch die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die sozialpolitischen Reformen zum Umbau des Sozialstaats, noch verschärft. Die mit den sogenannten “Hartz-Reformen” begonnene Arbeitsmarktpolitik sollte das selbständige Unternehmertum fördern und gleichzeitig durch staatliche Sanktionen die Erwerbslosen in schlechtere Arbeitsverhältnisse zwingen. Reformen, die Deutschland heute von seinen europäischen Nachbarn fordert.

Das nächste Stück von tag möchte untersuchen, was Arbeit und Arbeitslosigkeit mit dem Individuum macht, oder wie sich der zunehmende staatliche Verwaltungszugriff auf die Erwerbsbiographien vor dem Hintergrund der neoliberalen Ideologie der Selbstoptimierung auswirkt. Was sind die Folgen der Agenda 2010 und was sind die Möglichkeiten einer Agenda 2020

 






Die gruppe tag engagiert sich zur Zeit intensiv am Aufbau eines Nachbarschatstheaters in der Eisenbahnstaße. Alle Hintergründe und Informationen zur Inititative Ost-Passage-Theater gibt es  unter dieser Adresse:

http://ost-passage-theater.de/

 

 





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