Gruppe TAG


Die gruppe tag hat in Kooperation mit dem Ost-Passage Theater und  zusammen mit dem Kulturamt Leipzig, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, der Initiative Leipzig+Kultur und weiteren Kooperationspartnern ein neues Projekt unter dem Titel “Leipzig – Die utopische Kommune” gestartet. Anlässlich des 1000jährigen Jubiläums der Stadt loben wir einen Großen Autorenwettbewerb zum Thema konkreter Utopien von 1989 – 2015 aus.

Uns interessiert, welches Neue aus dem “Noch-Nicht-Gewordenen” von den Leipziger/-innen in der Folge von 1989 bis heute antizipiert wurde und an welchen Orten es sich als konkret Mögliches kristallisierte? Welche Menschen besuchten diese Orte, was inspirierte und bewegte sie? Welche Konflikte und Kämpfe mussten bestritten werden? Was ging verloren, was wurde gewonnen? Welche Geschichten haben sich letztlich wirklich zugetragen und welche lassen sich in diesem Kontext entspinnen? Wir suchen nach Autor/-innen, die sich für diesen Themenkreis interessieren und engagieren, und uns dabei helfen, diesen Teil der Stadtgeschichte besser auszuleuchten. Profession und Alter, Textlänge und stilistische Qualität sind dabei nicht so entscheidend, wie die Liebe zur Stadt und die Lust am Schreiben.

Interessiert? Dann können Sie uns ab sofort Ihre ganz eigene Leipziger Kurzgeschichte (max. 35.000 Zeichen) schicken.

Eine Fachjury wird im Mai/Juni den besten Wettbewerbsbeitrag auswählen und die Elke und Thomas Loest Stiftung prämiert den Sieger oder die Siegerin mit 500 Euro Preisgeld. Außerdem wird der Siegerbeitrag von der gruppe tag über den Sommer in einer Zusammenarbeit von Laien, Amateuren und Profis dramatisiert, inszeniert und schließlich im Rahmen des Kulturkongresses “Kultur|Standort.Bestimmung” Ende September uraufgeführt. Zudem werden 8-12 der besten Wettbewerbsbeiträge beim Engelsdorfer Verlag in einer Anthologie Leipziger Kurzgeschichten veröffentlicht.

Genauere Informationen zur ausführlichen Ausschreibung, den Teilnahmebedingungen und zur Anmeldung zum Wettbewerb finden Sie auf der Homepage des Ost-Passage Theaters: http://ost-passage-theater.de/projekte/autorenwettbewerb2015

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Wir alle sind mit der zunehmenden Fragmentierung des Arbeitsmarktes konfrontiert, die sich unter dem Eindruck der digitalen Revolution in ungeheuerlicher Geschwindigkeit vollzieht. Für immer mehr Menschen ist die Aufeinanderfolge oder Gleichzeitigkeit verschiedener prekärer Arbeitsformen, ob nun als selbstausbeutender Freiberufler, lückenbüßender Leiharbeiter, schlafloser Scheinselbständiger oder gleich im Maßnahmevollzug des Jobcenters, normal geworden. Dieser Entwicklung hat die rot-grüne Bundesregierung im Jahre 2000 nicht entgegengewirkt, sondern durch die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und die sozialpolitischen Reformen zum Umbau des Sozialstaats, noch verschärft. Die mit den sogenannten “Hartz-Reformen” begonnene Arbeitsmarktpolitik sollte das selbständige Unternehmertum fördern und gleichzeitig durch staatliche Sanktionen die Erwerbslosen in schlechtere Arbeitsverhältnisse zwingen. Reformen, die Deutschland heute von seinen europäischen Nachbarn fordert.

Das nächste Stück von tag möchte untersuchen, was Arbeit und Arbeitslosigkeit mit dem Individuum macht, oder wie sich der zunehmende staatliche Verwaltungszugriff auf die Erwerbsbiographien vor dem Hintergrund der neoliberalen Ideologie der Selbstoptimierung auswirkt. Was sind die Folgen der Agenda 2010 und was sind die Möglichkeiten einer Agenda 2020.

Arbeit





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